Montag, 23. Juli 2018

6.Tag: Von Sankt Goar nach Andernach


Karte


Was braucht es für einen 10 von 10 Punkte Tag?

Sonne      👌👌👌👌👌

leichter Wind   👌👌👌👌👌

Platz um Tai Chi zu machen  👌👌👌👌👌

ein Geschäft am Radweg, um die 11 Uhr Banane zu kaufen 👌👌👌👌👌

Radwege am Rhein 👌👌👌👌👌

Burgen 👌👌👌👌👌👌👌👌👌👌

sonstige Touristische Highlights 👌👌👌👌👌

das Hotel lässt dich um 15:00 Uhr rein 👌👌👌👌👌

netter Ort zum Bummeln, 👌👌👌👌👌

gutes Abendessen 👌👌👌👌👌

WENN DAS KEIN 10 von 10 Punkte Tag ist!!

Ein Tag, um vor sich hin zu singen!! Trotz der großen Hitze.

Aber von Anfang an.

Nach Sankt Goar 
zwängt der Rhein sich immer noch ein ganzes Stück durch das rheinische Schiefergebirge, was einerseits den Reiz dieses Abschnittes ausmacht, aber außer den beiden Eisenbahnen, zwei Straßen und dem Fluss  nicht viel Platz lässt. Aber der Radweg neben der Straße ist breit, es hat auf der linken Rheinseite fasst keinen Verkehr und das Chaos auf den Radwegen ist komplett verschwunden. - ES IST MONTAG  und gestern war SONNTAG !!
Sehr entspanntes Radeln. Die wenigen Fernradler grüßen sich wieder, und sie wissen vor allem was sie tun! 
Und eine Burg an der Andern


Aber keine Angst - Heute Schweigen im Burgenwald.

Dann ein Wegweiser:


Mist aber auch, diese preußischen Meilensteine,  darüber habe ich doch schon in einem anderen Jahr geschrieben - an der Ostsee, im Elsaß, in Frankreich? Ich glaube, damals waren es napoleonische Wegeangaben.
Hier sind es preußische Meilen, die hatte 7,532 km, das wären ca 120 km, das kommt hin und Coblenz mit 4 1/2 M auch. (musste ich google hatte ich schon wieder vergessen!)

Boppard hat mir gut gefallen. 


Nicht zuletzt, weil ich hier meine 11 Uhr Banane bekommen habe.


Hat eine nette Innenstadt,in der nicht in jedem 2. Laden Weihnachtsarktikel verkauft werden, wie Rothenburg o.T. - und wie es jetzt Bingen, St.Goar etc. nachmachen.


Überhaupt sind an Abschnitt viele nette kleine Orte, von denen ich noch nie gehört habe.
Bald Salzig sollte man eigentlich kennen. Produkte aus Bad Salzig hat garantiert jeder von Euch schon in der Hand gehabt.


"SebaMed" - wusste ich nicht, dass es von Bad Salzig kommt. Ist ein relativ kleines Werk. 

Von Spay oder Brey habe ich auch noch nie gehört, dabei haben sie viele ansprechende Weingehöfte,  alte Bausubstanz und wie es scheint nette Lokale.


Und natürlich überall die obligatorischen Hochwassermarken


1863 ist bis heute der höchste Wasserstand gewesen.

Im Weiterfahren habe ich mir überlegt, ob die Orte eigentlich in der richtigen Reihenfolge am Rhein liegen: "Salzig - Spay - Brey" - müsste das nicht richtiger heißen:"Brey-Salzig: Spay" oder "Spay,Salzig Brey" oder wegen mir auch "Salzig- Brey - Spay"!

Mit so wichtigen Fragen beschäftigt erreiche ich Koblenz im Nu! Und hier ist natürlich ein Touri-Hotspot erster Güte. Zum einen natürlich das Deutsche Eck. Von dem hatte ich es ja vorgestern schon, und auf der anderen Seite die Festung Ehrenbreitstein. Alles was  über 5m über Flusshöhe hinausragt wird heute wegen Hitzestau ignoriert. Und schließlich reicht das deutsche Eck üppig - wenn man sich mit Reisemitbringsel eindecken möchte.



Das ist also der Kaiser Wilhelm auf dem Zossen und neben ihm läuft, ein "weiblicher Genius" mit Siegeslorbeer und Reichskrone. Ursprünglich sollte die Genius das Pferd am Zügel führen. Dagegen erhob der Kaiser jedoch Einspruch. Wo kämen wir den da hin, wenn eine Genius den Kaiser leitet, nein, nein, er will seinen Mist schon selbst verzapfen. Hätte er sich mal lieber führen lassen!!


Noch ein Blick auf die Mosel und Koblenz, dann ab über die Brücke, Richtung Andernach.

Das Rheintal ist jetzt wieder breiter - und gleich machen sich an seinen Ufern wieder, Industrieanlagen, Raffinerien und Atomkraftwerke breit.


Das ist übrigens Mühlheim Kärlich. Vor kurzem habe ich gelesen, dass der Abriss des AKWs stockt, weil die Abrissmaschinen nachgerüstet werden müssen.
Tut sich immer noch nichts. Kann ich bestätigen!!
Vor Andernach muss ich mich kilometerlang durch Industrieanlagen und Container-Terminals quälen.  Das Teasi (formerly known as Albert) sagt noch 0.9 km bis zum Hotel.


Aber es hat gestimmt. Gleich danach ging es um die Ecke, und da war dann schon die Promenade von Andernach und mein Hotel:

Krasse Schnitte!

Andernach - sagt bikeline sei "beschaulich", dem kann ich zustimmen. Aber nette Cafes, eine unglaublich hohe Dichte von italienischen Eisdielen, nette Plätze und noch recht viel von der alten Stadtmauer.


Die 2 Halbkugeln oberhalb des Tores sind übrigens richtige alte Bienenkörbe, mit Bewohnern!
Den weltweit höchsten Kaltwasser - Geysir werde ich mir wohl für dieses mal verkneifen, als ich ankam, gingen keine Boote mehr hin - und Morgen bin ich schon auf dem Weg nach Köln!!

Wo ich bei meinem "alten" Freund, Martin,  aus der Kolumbienzeit einfallen werde, den ich schon seit Jahrzehnten mehr gesehen habe!!
Also genug für heute! 
Nur noch ein Nachtrag: Die Kritiken der "Nibelungenspiele" von Worms waren überwiegend positiv.
Der "Blinddarm" war übrigens Felix Rech - als Dietrich von Bern, bekam Sonderapplaus.
Auch Jürgen Prochnow als Etzel wird gelobt.
Durchgefallen ist Jimi Blue, Gunter war keine gute Rolle für ihn: "Er wirkte als habe man einem Schulbuben ein mittelalterliches Gedicht in die Hand gedrückt und gebeten: Sag doch mal auf."

So jetzt noch ein Bier unter am Rhein!!
Bis Morgen

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