Donnerstag, 26. Juli 2018

9.Tag: Von Köln/Zürndorf nach Düsseldorf


Karte


Auf jeder Reise gab es bisher ganz besondere Gastgeber, an die ich gerne zurückdenke:

Monika und Mick
Christel und Carlheinz
Edina und Karoly
Barbara und Klaus
UND SEID GESTERN

Ana Astrid und Martin (und der große schwer überschaubare Oetker-Clan)



Es war sehr schön bei Euch! Danke!



Martin hat mich noch auf dem 13 km langen Köln Parcours begleitet, 

"Unter 7 Kölner Brücken musst du durch..."

An der Mühlheimer Brücke , ist es fast geschafft, da beginnt  Leverkusen um die Ecke, und dank ist Martin  als Pacemaker sind wir "wie nix" durch Köln geradelt  und Martin ist wieder zurück gefahren - zum Frühstück!


Kurz vor der Mühlheimer Brücke ist übrigens der Hafen vom Holländer Michel, der ehemalige Holzumschlagplatz


Die letzten Tage gab es jeden Tag die gleiche Standardphrase: " So heiß wie heute,  war es noch nie !" - und auch heute traf sie wieder zu. Es war drückend heiß, - schwül! 

Auf der rechten Rheinseite, gab es immer wieder Abschnitte im Auwald, da ließ es sich aushalten, so lange man geradelt ist. Aber eine Pause im kühlen Schatten? Vergiss es, sobald der Fahrtwind weg ist, läuft der Schweiß in Strömen. Und dann kommen noch die Städte.
In der Stadt von Carl Leverkus war es besonders schlimm. 
Es gibt sicher nur wenige Städte die ihren Namen erst im 19.Jahrhundert erhalten haben. 
Der Apotheker Carl Leverkus aus Wermelskirchen ( das muss eigentlich Bärbel vorlesen, dann hört es sich erst richtig an: "Wäärmeskirschen") ist tatsächlich der Namensgeber für Leverkusen.
Und das Riesenwerk von Bayer steht gewaltig im Weg, - klar die dürfen sich am Fluss breit machen, und ich muss drumrum.


Das große Bayer Zeichen ist kaum zu erkennen, dafür ein Riesenschild: Lanxess. Wenn man den Wirtschaftsteil der Zeitungen nicht liest, bekommt man solche Dinge einfach nicht mit. Bayer Leverkusen gibt es eigentlich nicht mehr. Sie haben ihre Chemiesparte abgestoßen und ließen sie von Köln aus weiterlaufen - als Lanxess. 

Trotzdem musste ich ein paar Kilometer am Zaun von BAYER entlang, mir doch egal wie die Stinker jetzt heißen.

Dann wieder an den Rhein, und es wurde einfach nicht mehr kühler - kein Windhauch von nirgendwo her.

Die Pappeln werfen im Trocken-Hitze-Stress die Blätter ab. Die Radwege sehen wie im Herbst aus.


Kurz nach Leverkusen dann dieser Stein. Kann ich fast nicht glauben, dass es noch 215 Kilometer bis Holland sein soll. Man wird sehen.
 Und dann radle ich e n d l i c h - es ist zwar erst 15:00 Uhr in Düsseldorf ein. Die Kö entlang wie es sich gehört.


Und dann zu einer Unterkunft und unter die kalte Dusche!!

Inzwischen habe ich so meine Zweifel ob ich das "Hotel Alt-Düsseldorf" gut gewählt habe. Preisgünstig ist es ja. Aber mitten in der Düsseldorfer Partymeile.
Das wird heute ein heißer Tanz.
Die Düsseldorfer Altstadt ist der perfekt reglementierte Exzess. Schon um 17:00 sind Security und Ordnungsdienste hoch präsent. An jeder Ecke ein "Kiosk" der den Nachschub garantiert. Alles ist für das alltägliche Massenbesäufnis gerüstet. Die Fressgassen schon am Nachmittag gut besucht und die obligatorischen Junggesellen- und Brautfreundinnen schwanken schon hochangereichert und "seehr originell" verkleidet durch die Gassen.
Fenster zulassen wird heute Nacht nicht gehen. Und mit offenen Fenster liegt man direkt neben dem läängsten Tresen Deutschlands.
Während meiner ersten Stadterkundung sah es kurz so aus, als würde es zu einem Gewitter kommen. Aber
ausser einigem Gegrummel hat sich bisher nichts getan.


Wie sagte schon Hans Dieter Hüsch:
"Düsseldorf liegt am schönen Rheiheihein,
auch Heine wollte dort geboren sein..."

mein Hotel liegt nur wenige Schritte vom Heinrich-Heine-Platz weg.

So jetzt mische ich mich noch ein wenig unter das Partyvolk - 

"If you can´t beat them - join them!!"

Aber Halt: Habe ich gestern schon vergessen, auf der Fahrt nach Köln rein, habe ich einige Szenen beobachtet, die darf ich Euch nicht vorenthalten.
Das ist Stoff für richtig schlechte Horrorfilme:


Die "Strände" vor Köln sind voll von Nilgänsen. Die wenigen "Badegäste" scheinen sie zu ignorieren.
Die Nilgänse rücken immer näher:


Der Mann legt sich hin. Die Nilgänse rücken noch näher. Sie stehen um ihn herum. Als könnten sie sich keinen Reim auf dieses Verhalten machen. Er scheint ja noch zu leben, und Essbares hat er auch nicht dabei! "Den behalten wir im Auge!!"

Und wir sehen uns Morgen!
Na dann Proost näch!


Sorry Martin! Kaum aus den Augen, verrät er schnöde das lecker Kölsch und trinkt sein erstes Alt.

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