Dienstag, 24. Juli 2018

7. Tag: Von Andernach nach Köln, Zürndorf






Der Traum eines jeden Radfahrers!!
Einmal Etappensieger! Einmal auf dem Podest stehen - mit zwei hübschen jungen Damen!!

Zwickt`s mi, i glaub ich traam!!

Mein erster Etappensieg!
Ich bin bei Ana Astrid und Martin in Köln Zürndorf angekommen. Trotz des bisher heißesten Tags, schon um 15:00 Uhr

Aber von Anfang an!

Das Hotel am Rhein in Andernach,  ist das bislang erste, das Frühstück ab 7:00 Uhr anbietet. Und ab 6:00 knallt die Sonne ins Zimmer. Warum nicht mal früher aufstehen und früher losfahren!!

Um 8:00 bin ich auf der Piste. Das hat sich gelohnt, es ist noch  angenehm "frisch" und der Radweg lässt sich wieder gut an. 
Immer schön am Rhein entlang. Doch dann muss ich irgend ein Schild verpennt haben. Vielleicht war es doch noch zu früh für mich!!


Erst ist es noch ein lauschiger Waldweg, mit Joggern. Dann ein netter Waldweg allerdings sehr sandig.
Dann komme ich aus dem Wald und der Weg ist nur noch eine Spur in der Grasnarbe. Und rechts geht es eher steil hinter auf die Sandbänke. Also besser Spur halten. Doch dann wird es noch verrückter. Die Grasspur verschwindet und ich muss auf einer etwa 30cm breiten Mauer entlang balancieren - rechts hinunter an den Strand! Links in einen kleinen Graben. Ich komme ins Schwitzen.
Dann geht es wieder ins Gebüsch. Der Weg müsste mal wieder gerodet werden. Die Machete habe ich leider in Engen gelassen.


Die Autos auf der Schnellstraße lärmen direkt über meinem Kopf. Aber keine Chance hinaufzukommen. Hinter den Bäumen geht die Mauer hoch! 5-6 m!

Das Teasi (formerly known as Albert - ich bin sehr geneigt es wieder Albert zu nennen)
zeigt auf der anderen Seite der Schnellstraße den Radweg an. Als ich ins Gebüsch gerauscht bin, hat es nicht gemeckert oder gezuckt, hat mich einfach ins Verderben fahren lassen. Dann kommen noch Wurzeln, Äste und Müll hinzu, den Leute von der Schnellstraße hinunter geworfen haben. Und ich meine Müll! Nicht Bierflaschen oder Windeln! Fernseher, Kloschüsseln etc. solchen Müll.
Nach etwa 6 km bin ich ziemlich entnervt. Da sagt Albert, dass es eine Möglichkeit gibt, auf den richtigen Radweg zu kommen. und tatsächlich, ich komme aus dem Gestrüpp, vor mir eine Kiesbank, und links geht eine überwachsener Rampe hinauf auf die Schnellstraße. Kawummmmmm! Gut Verkehr hier! Und auf der anderen Seite der 4 spurigen Bundesstraße, in der Mitte eine durchgehende Leitplanke, sehe ich Radfahrer! Keine Chance rüberzukommen. Aber zum Glück ist die Standspur richtig gut breit. Also aufgeht´s! Und ich rase auf der Schnellstraße dahin. Nach 3 Kilometern kommt eine Ausfahrt und da finde ich tatsächlich eine Möglichkeit auf den E 15 Radweg zu kommen.
Puh, ich schwitze eh genug heute, da hätte es der Eskapaden nicht bedurft. 

Aber was heute wirklich toll ist. Heute ist der  erste Tag an dem ich ein W-Bike habe. Rückenwind unterstütztes Fahren ist wirklich genial. War es in den ersten Tag kaum möglich, sich länger über 15km/h zu halten, so zische ich heute die Wege entlang - und bleibe selten unter 17 km/h. Das ist ein Unterschied!! Ich hatt e ja schon langsam begonnen an mir und meinem Fitnesszustand zu zweifeln!
 Und jetzt kommen auch wieder die netten kleinen Orte, mit den netten Gaststätten und Cafés


Das ist Bad Bräsig, - sorry, mein Fehler! Bad Bresig! Man spricht Holländisch: "Het is echt leuk hier!" hört man in den Motorhome -Parks am Rheinufer immer wieder! Ja wird Zeit, dass ich ein bisschen Holländisch lerne!

Dann kommt bald Remagen. Kennt jeder klar! Die Brücke von Remagen! 



Großes Kriegsdrama - mehrfach verfilmt. Nach dem Dokumentationszentrum steht mir nicht so der Sinn.

Dann kommt Remagen selbst. Ein netter Ort mit netter Promenade. Da sehe ich dieses Denkmal:



Caracciola - klar kenne ich den - großer Rennfahrer! Toller Typ! Aber halt: 1815 geboren, - 1886 gestorben, dass kann ja wohl kaum der Rennfahrer gewesen sein. Nicht mal mit ner Dampflok hätte der Rennen fahren können. Und mein Caracciola hieß ja auch nicht Johann Otto August!!
Bernd Rosemeyer und ?? Rudolf Caracciola!!

Aber wer ist dann Johann Otto August? - Das muss den Zahlen nach der Großvater gewesen sein. "Uraltes" Remagener Geschlecht - die Caracciolas halt! Johann Otto August war Hotelier und hatte Weingüter und gründete, den weltweit ersten, Hoteliersverband, irgendwann in  18hunderttuback.
UND: Er war Abgeordneter in der Paulskirche - ja da staunt ihr liebe AFDler, Italiener kamen nicht erst in den 50er Jahren nach Deutschland. Überall Immigranten, sogar auf dem Hambacher Fest!
Da staunt Ihr Ihr notorischen Schwarzrotgoldfahnenschwenker!! Und richtig er ist der Großvater von meinem Rudi, dem Rennfahrer!!

Der Rückenwind schiebt mich zügig gegen Bad Godesberg, Bonn, - ich mache Sightseeing vom Rad aus. Alles andere hätte nur Schweißausbrüche zur Folge gehabt.


Das ist die "Meistdeutigkeit" von Olaf Metzel, vor dem World Conference Center in Bonn, Ankaufspreis 251.044 € - Das wäre heute ein Schnäppchen! Wobei ich schon gern wüsste ob die 44 € durch die Mehrwertsteuer entstanden sind. Und wie viel Prozent Mehrwertsteuer gehen auf "Kunstwerke"?

Inzwischen hat sich Monika gemeldet, dass es wohl am besten wäre, wenn ich bis Wesseling radele, dann die Fähre rüber nach Lüsdorf nehme und dort warte sie und ihre Schwester  und sie würden mich dann zu Martin eskortieren. Mann ist das ein Service. Fehlte nur der Champagner, wie auf der Champs Elysee - 

Die Fähre steht schon da. Ich setze über und wir radeln gemeinsam zu Martin!!

Das war ein richtig schöner Tag - und gleich gibt´s lecker Essen!! Mann geht es mir gut!


 Und meinem Rädle auch. Ana Astrid und Martin sind so lieb und gewähren mir auch für meinen anstehenden Ruhetag, Gastfreundschaft - PERFEKT!

Bis Morgen! 










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